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Performance zur Ausstellung „this this sex time“, 12 Minuten, London, April 2009
zusammen mit Arbeiten von Fiona Banner, Elizabeth Wright

In ihrer ersten, zweisprachigen Inszenierung interessiert die beiden Künstlerinnen das Verhältnis zwischen Form und Inhalt eines Textes und wie sich dieses Verhältnis in der Übersetzung verschiebt. Zusammen mit Tobias Kommerell, der sich als Übersetzer zwischen die beiden Künstlerinnen stellt, inszenieren sie je vier selbst geschriebene Texte im Raum. Eine der Künstlerinnen liest ab Blatt, simultan übersetzt Tobias Kommerell ins Enlische und die andere versucht die englische Übersetzung zu wiederholen.
Die deutschen Sätze machen den Anfang, werden aber über die Wiederholung von der englischen Übersetzung durchdrungen.
Für die mehrheitlich englischsprachigen Zuschauer baut der in Deutsch gelesene Text einen formalen Raum auf, welchem die Übersetzung einen Inhalt einpflanzt, der durch die Wiederholung an Wichtigkeit gewinnt. Da der Übersetzer jedoch durch das angegebene Tempo keine Wortgetreue Übersetzung sprechen kann, verschiebt sich der in Deutsch gedachte Inhalt, reduziert sich und formt sich dadurch neu. Die klangliche Ebene der Sprache, wird zum Scharnier zwischen den Sprachen, welche Form und Inhalt zusammenhält.

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